Walter SteinStand: 31.12.2008 

Miniforschung am St. Michael-Gymnasium

  1. Einleitung
  2. Was bringt die Miniforschung den Schülerinnen und Schülern?
  3. Was bringt die Miniforschung dem Lehrer?
  4. Welchen Nutzen hatte und hat das St. Michael-Gymnasium von der Miniforschung?
  5. Chronologischer Überblick über wichtige Stationen der Miniforschungsarbeit
  6. Dank
Inhalt

1. Einleitung

Am 5. November 1985 rief ich am St. Michael-Gymnasium die "Miniforschung" - ein Konzept zur Förderung besonders interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler - ins Leben. Es war und ist meine Überzeugung, dass auch begabte und intrinsisch motivierte Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus eine besondere Förderung benötigen. Dauerhafte Unterforderung im normalen Unterricht - Lehrerinnen und Lehrer stellen sich in der Regel auf den Klassendurchschnitt ein - können dazu führen, dass besondere Anlagen ungenutzt bleiben. Der Verlierer ist jedoch nicht nur der Schüler, sondern auch die Gesellschaft, für die besonders gut ausgebildete junge Menschen von großem Wert sind.

Angedacht wurde am 5. November 1985 eine Förderung unserer Schüler in allen Fachbereichen durch Lehrer und Eltern. Herauskristallisiert hat sich in den folgenden Jahren jedoch eine Förderung der naturwissenschaftlich interessierten und begabten Schüler durch wenige Lehrer. Vera Küppers und Karl Heuel fördern im Fachbereich Biologie und Gewässerökologie, Veronika Stein und Daniela Klein im Fachbereich Chemie und ich selbst bin für die Fachbereiche Physik, Technik, Informatik, Arbeitswelt und Geo- und Raumwissenschaft zuständig. Ziel dieser naturwissenschaftlichen Förderung war und ist in erster Linie die Teilnahme am Wettbewerb "Jugend forscht". Von 1986 bis 2007 nahmen die Michaelaner mit insgesamt 148 Miniforschungsarbeiten an diesem Wettbewerb teil.

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2. Was bringt die Miniforschung den Schülerinnen und Schülern?

In den 22 Jahren schafften es 178 Schülerinnen und Schüler des St. Michael-Gymnasiums, zum Teil mehrfach, am Wettbewerb "Jugend forscht" teilzunehmen. Weshalb haben sie die damit verbundene, beträchtliche Mehrarbeit auf sich genommen? Aus meiner Sicht, der Sicht des Physiklehrers, gibt es dafür eine Vielzahl von Gründen. Bei einem Miniforschungsprojekt lernen die Schüler an einem komplexen Problem und nicht, wie im Unterricht, an einem didaktisch reduzierten Problemchen mit Erfolgsgarantie durch den Lehrer. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten im theoretischen, praktischen und auch sozialen Bereich erziehen die Schüler zu einer realistischen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Gerade für Gymnasiasten ist es eine besonders wichtige Erfahrung, dass konkretes Handeln stets viel schwieriger ist, als man es sich als Theoretiker vorstellt. Die Frustrationserlebnisse, die hierbei verarbeitet werden müssen, fördern das Durchhaltevermögen und spornen dazu an, eine Vielzahl an Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Schüler und die betreuenden Lehrer spüren: Hier wird endlich einmal richtige Physik gemacht! Versuche mit allen Schmutz- und Dreckeffekten! Gering motivierte Schüler werfen schnell das Handtuch. Die wirklich interessierten und begabten können jedoch entsprechend ihren Begabungen gefördert werden. Da meist in Gruppen geforscht wird, wird automatisch auch die Fähigkeit zur Teamarbeit geschult. Dies ist für den späteren Beruf nicht uninteressant. Auch ist es für viele Miniforscher ein positives Erlebnis, sich in einer Gruppe von Schülern zu befinden, die wissensdurstig sind und die wirklich etwas lernen wollen.

Natürlich darf der Spaß bei der Arbeit nicht zu kurz kommen, denn er ist - Sinnvollerweise - der eigentliche Motor, der einen antreibt. Die beste Stimmung entstand seltsamerweise immer dann, als der Stress am größten war. Dies war regelmäßig im Januar der Fall, denn dann mussten die fertig gestellten Arbeiten abgeschickt werden. Aus diesem Grund ist in den Physikräumen unserer Schule schon manche Nachtschicht eingelegt worden. Stets fanden die Schülerinnen und Schüler solche unter Terminnot stehenden Nachtschichten spannend und aufregend. Da wird Tee gekocht, hier wird noch zu später Stunde Pizza organisiert, das Computerprogramm stürzt ab, es bricht allgemeine Hektik aus, besorgte Eltern stehen im Türrahmen, . . .

Schließlich schaffen es die Schüler aber doch, eine wettbewerbsreife Arbeit zu erstellen. In ihr müssen sie ihre Versuche und Ergebnisse unter Beachtung der naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen sauber gegliedert darstellen. Der Lerneffekt bei der Erstellung einer solch kleinen Diplomarbeit darf nicht unterschätzt werden.

Beim Wettbewerb müssen die Miniforscher dann ihre Forschungsergebnisse auch den Juroren "verkaufen". Ein solcher Vortrag will vorbereitet und geübt sein, zumal man sich auch noch den bohrenden Fragen der Prüfer stellen muss. Ist dies erfolgreich geschafft, so lässt sich bei allen Jungforscher ein Wachstumsschub an Selbstvertrauen feststellen. Da die Schüler häufig auch noch von Presse, Rundfunk und Fernsehen befragt werden, lernen sie es, sich immer besser zu "verkaufen". Eine Fähigkeit, die in ihrem späteren Leben gewiss einen Wert haben wird. Zuletzt sei noch erwähnt, dass die Schüler, die in der Jahrgangsstufe 12 oder 13 am Wettbewerb "Jugend forscht" teilnehmen, dies auf dem Abiturzeugnis bescheinigt bekommen. Dies kann bei späteren Bewerbungen bares Geld wert sein. Eine besonders gelungene Miniforschungsarbeit kann natürlich auch zum Patent angemeldet werden. Beispiele hierfür sind: "Die Fußmaus" von Moritz Plötzing, "Die kluge Zahnbürste" von Meike Spiess, "Ein neuartiges Beleuchtungssystem für Fahrräder" von Eric Plum, das "GBS-System" von Henrik Krupp, usw.

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3. Was bringt die Miniforschung dem Lehrer?

Der wichtigste Grund, interessierte und begabte Schüler am St. Michael-Gymnasium zu betreuen, war und ist für mich an erster Stelle der Spaß und die Freude an dieser Arbeit. Hinzu kam die Überzeugung, etwas Sinnvolles für diese Jugendlichen, die Schule und auch für die Gesellschaft zu leisten. Spaß macht es wirklich, mit interessierten Schülern zu arbeiten, die ohne ausgeklügelte Motivationsphase, freiwillig und ohne Notendruck etwas lernen und erforschen wollen. Von und durch diese Jungforscher habe ich auch selbst eine Menge gelernt. Für mich selbst ist Miniforschung eine Art persönliche Lehrerfortbildung. Durch die Miniforschung habe ich mich z.B. leicht und ohne die schrecklichen Zweikämpfe gegen das innere Faultier in die Astronomie, in die Elektronik und in die Informationstechnologie eingearbeitet. Man ist als Lehrer stark motiviert, wenn die Schüler wirklich und ehrlich etwas wissen wollen, wenn es ohne Lehrerhilfe einfach nicht mehr weitergeht. Ich lerne so einfach mit den Schülern mit, wenn Probleme auftauchen, die sie und ich mit ihrem und meinem "Unterrichtsstandardwissen" nicht lösen können. Herr Dr. Joachim Bolz vom Paul-Klee-Gymnasium in Overath erklärte mir, warum er diese beachtliche Mehrarbeit auf sich nimmt: "Herr Stein, man entgeht der drohenden Ver(bl)ödung im Schulalltag, da man sich laufend mit neuen, aktuellen Themen beschäftigen muss." Manchmal vertieft man sich selbst so in einen Themenbereich, dass man als Lehrer beginnt, eine kleine "Lehrer-forscht-Arbeit" zu schreiben. Dann hält man MNU-Vorträge (MNU = Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichtes), man führt Lehrerfortbildungen durch oder schreibt Bücher. Es kann einem sogar passieren, dass man plötzlich selbst bei "Jugend forscht" ausgezeichnet wird. So wie es mir auf dem Bundeswettbewerb 2001 in Chemnitz erging, als ich zum "Lehrer des Jahres 2001" gewählt wurde.

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4. Welchen Nutzen hatte und hat das St. Michael-Gymnasium von der Miniforschung?

Von 1986 bis 2007 konnten die Miniforscher des St. Michael-Gymnasiums vom Wettbewerb "Jugend forscht" und auch anderen Wettbewerben zahlreiche Preise mit in die Kurstadt bringen. Da der Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Düsseldorf Anfang Februar stattfindet, lesen die Bewohner des Kreises Euskirchen in der Presse gerade dann etwas über die Erfolge der Miniforscher, wenn an unserem Gymnasium die Anmeldungen für die Jgst. 5 und 11 stattfinden. Wenn mehrere Schulen um Schülerzahlen konkurrieren, kann die öffentliche Darstellung von Leistungsträgern anziehende Kräfte entwickeln.

Aber nicht nur nach außen, sondern auch innerhalb des Gymnasiums konnten einzelne Miniforscher Beiträge zur Schulentwicklung leisten. Miniforscher wirkten an hausinternen Lehrerfortbildungen als Referenten mit. Sie halfen dem gesamten Lehrerkollegium den Internetführerschein zu erwerben oder versuchten den Erdkundelehrern einen Einblick in die digitale Kartographie zu geben. Wenn wir heute im Rahmen der neuen SII-Richtlinien über das "Lernen lernen", über Facharbeiten, über fächerübergreifendes Lernen und die Nutzung der neuen Medien reden, so sind diese Ideen für die Miniforscher seit Jahren Forschungsalltag.

Miniforschungsarbeiten wie das Energiesparprojekt oder die Arbeiten zur Radioastronomie machten das St. Michael-Gymnasium weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Aber auch das Konzept Miniforschung selbst, lenkt im Rahmen der Lehrerfortbildung der Bezirksregierung Köln den Blick anderer Schulen auf das St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel. Sogar an der Deutschen Schule in Madrid (DSM) stand das Miniforschungskonzept des St. Michael-Gymnasiums 1998, 1999 und 2000 Pate für den Wettbewerb DSM forscht, der im Jahre 2001 unter dem Namen "Jugend forscht Iberia" auf alle 11 Deutschen Schulen in Spanien und Portugal ausgedehnt wurde. Im Jahre 2002 nahmen zum ersten Mal Schüler der Iberischen Halbinsel an den Landeswettbewerben "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" in Nordrhein-Westfalen teil.

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5. Chronologischer Überblick über wichtige Stationen der Miniforschungsarbeit

1985 Am 5. November 1985 rief ich die "Miniforschung" - ein Konzept zur Förderung besonders interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler - ins Leben.
1986 Im Februar 1986 nehmen Miniforscher des St. Michael-Gymnasiums zum ersten Mal am Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Düsseldorf teil. Ein Schüler wird mit dem zweiten Platz im Fachbereich Mathematik/Informatik ausgezeichnet.
 
Am 13.11.86 setzt Schulleiter Walter Reufels mittels Knopfdruck das von den Miniforschern gebaute Radioteleskop auf dem Dach des Neubaus in Betrieb. Unterstützt wurden die Miniforscher vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Der Rotary-Club von Euskirchen sponserte dieses und auch die folgenden Projekte der Miniforscher. Nach der Einweihung berichtet "Das Mittagsmagazin" des WDR live von unserem Schuldach über das Radioteleskop des St. Michael-Gymnasiums. 1990 veröffentlicht Prof. Kippenhahn in seinem Buch "Der Stern von dem wir leben" einen Sonnensturm, der von den Miniforschern mit ihrem Radioteleskop aufgezeichnet wurde.
1987 Die Miniforscher können sich zum ersten Mal für den Landeswettbewerb "Jugend forscht" qualifizieren und werden zum ersten Mal mit dem Sonderpreis des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft ausgezeichnet.
1989 Am 01.04.89 schicken die Miniforscher mit ihrem wohlschmeckenden "St. Michaelsbräu", einem Kräuterbier, die Stadtbewohner und die Touristen in den April.
1990 Die Miniforscher nehmen am Regionalwettbewerb "Jugend forscht" mit 11 Forschungsgruppen teil und gewinnen 12 Preise (drei erste Plazierungen, vier zweite Plazierungen und fünf Sonderpreise).
1992 Das Fernsehen berichtet mehrfach von den Miniforschern des St. Michael-Gymnasiums. Bundesforschungsminister Riesenhuber erkundigt sich schriftlich nach den Arbeiten der Miniforscher. In den folgenden Jahren berichten einzelne Fernsehsender fast regelmäßig über Miniforschungsarbeiten unserer Schule.
 
Alexander Neubauer und Thorsten Brangenberg gewinnen nicht nur im Fachbereich Biologie auf dem Regionalwettbewerb "Jugend forscht" den ersten Preis, sondern werden für ihre Arbeit über die rote Waldameise auch mit dem Umweltpreis des Kreises Euskirchen ausgezeichnet.
1994 Februar 1994: Die Miniforscher bauen das kleinste vollbewegliche Radioteleskop der Welt.
1995 Miniforscher Daniel Schlich gewinnt im September 1995 auf dem BundesUmweltWettbewerb einen Sonderpreis.
1996 Die Miniforscher Britta Pielen, Tobias Plötzing und Daniel Schlich gewinnen am 09.06.96 mit dem Energiesparprojekt auf dem Bundeswettbewerb "Jugend forscht" den mit 7500,- DM dotierten "Eta-Sonderpreis der Deutschen Stromversorger". Am 20.06.1996 wird ihnen und ihren Mitstreitern der Umweltpreis des Kreises Euskirchen verliehen. Am 1. Oktober 1996 wurde ihnen zusätzlich noch der 3. Hauptpreis des "BundesUmweltWettbewerbes" zuerkannt.
 
Die Miniforscher Stefan Maibücher und Alexander Solms werden Landessieger von Nordrhein-Westfalen in der Juniorsparte von "Jugend forscht", dem Wettbewerb "Schüler experimentieren". Zusätzlich werden sie noch von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn empfangen und ausgezeichnet.
 
Am 30.08.1996 besucht der Regierungspräsident Dr. Franz-Josef Antwerpes das St. Michael-Gymnasium. Er nimmt sich viel Zeit für die Arbeiten der Miniforscher.
 
Das Miniforschungskonzept des St. Michael-Gymnasiums strahlt auch auf andere Schulen aus. Es wird fester Bestandteil der Lehrerfortbildung in Physik bei der Bezirksregierung Köln. Am 17.09.96 hält Walter Stein auf der MNU-Landesversammlung in der Universität Köln den Vortrag "Vom Sonnensturm zur Chaosmusik - Schülerinnen und Schüler forschen in der Schule."
 
Auch das Energiesparprojekt wird in den Lehrerfortbildungskatalog der Bezirksregierung Köln aufgenommen.
1997 Bei der Preisverleihung am 05.02.97 auf dem Regionalwettbewerb "Jugend forscht" erhalten die Miniforscher des St. Michael-Gymnasiums sechs von acht Siegerurkunden.
 
Am 25.11.97 nehmen mehrere Miniforscher an einer Gesprächsrunde mit Bundesumweltministerin Frau Dr. Angela Merkel teil, die im Fernsehen ausgestrahlt wird.
 
Bei einer hausinternen Lehrerfortbildung im Dezember 1997 erwerben über 90% des Kollegiums den Internetführerschein. Die Miniforscher Daniel Schlich und Tobias Plötzing wirken hierbei als Referenten mit.
1998 Die Miniforscher konnten sich auch in diesem Jahr wieder für die Landeswettbewerbe "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht" qualifizieren. Außerdem wurden sie auf dem "BundesUmweltWettbewerb" mit dem 3. Hauptpreis ausgezeichnet.
 
Im Juni 1998 hält Walter Stein an der Deutschen Schule in Madrid (DSM) den Vortrag "Schülerinnen und Schüler forschen in der Schule". Im Anschluss an diese Lehrerfortbildung wird in Madrid der naturwissenschaftliche Wettbewerb "DSM forscht" ins Leben gerufen, der im Jahre 2001 unter dem Namen "Jugend forscht Iberia" auf alle Deutschen Schulen der Iberischen Halbinsel ausgedehnt wird.
1999 Februar bis Mai 1999: Die Miniforscher sind nicht nur auf den Regional-, sondern auch auf beiden Landeswettbewerben erfolgreich. Zum ersten Mal lässt sich ein Miniforscher eine Erfindung patentieren. Mit seiner patentierten Fußmaus kann sich Moritz Plötzing auch für den Bundeswettbewerb "Jugend forscht" qualifizieren. In drei Fernsehsendungen und in der Illustrierten "Stern" wird von Moritz Fußmaus berichtet.
2001 Miniforscherin Meike Spiess lässt sich ihre "Kluge Zahnbürste" und Miniforscher Eric Plum sein "Neuartiges Beleuchtungssystem für Fahrräder" patentieren. Die erst 14jährige Meike Spiess wird zum Landeswettbewerb "Jugend forscht" hochgestuft. Meike und Eric gehören zu den Preisträgern des Landeswettbewerbes von Nordrhein-Westfalen. Außerdem können beide den neuen Regierungspräsidenten von Köln, Jürgen Roters, von ihrer Forschungstätigkeit begeistern.
 
Die von der Lehrerin Veronika Stein betreuten Schülerinnen Anna Schweinem und Sophia Uhlmann werden mit ihrer Arbeit "Recycelpapier, warum nicht?" Landessieger von Nordrhein-Westfalen bei "Schüler experimentieren". Zusätzlich werden sie von Bärbel Höhn, der Ministerin für Umwelt und Naturschutz eingeladen und mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Zusammen mit den Miniforschern Florian Merget, Daniel Merget und Sebastian Osterspey (Schü-Ex-Arbeit 2000 "Mit der Sonne kühlen") erhalten sie den mit 1000 DM dotierten Umweltpreis des Kreises Euskirchen.
 
Auf dem Bundeswettbewerb "Jugend forscht 2001" in Chemnitz wird Lehrer Walter Stein von Frau Edelgard Bulmahn (Bundesministerin für Bildung und Forschung) und von Herrn Dr. Bernd Buchholz (Verlagsgeschäftsführer des sterns) zum "Lehrer des Jahres 2001" gekürt. Die Laudatio hielt Herr Dr. Buchholz.
 
Anna Schweinem, Sophia Uhlmann und Walter Stein werden von Radio Euskirchen zur Sendung "Menschen des Jahres" geladen. Diese Sendung wurde auf Sylvester ausgestrahlt.
 
Die erfolgreiche Teilnahme der Miniforscher an den Landeswettbewerben und die Wahl von Walter Stein zum "Lehrer des Jahres" zogen zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften, in Radiosendungen und in Fernsehsendungen nach sich und stärkten somit den Bekanntheitsgrad des St. Michael-Gymnasiums weit über die Kreisgrenzen hinaus.
2002 Henrik Krupp mit der Arbeit "Vom Beschleunigungsmessgerät zum GBS und IFS" und Benedikt Lorbach mit der Arbeit "Schneller als die Feuerwehr" nehmen erfolgreich am Landeswettbewerb Jugend forscht teil. Henrik Krupp hat sich seine Entwicklung patentieren lassen.
 
Zum erstenmal nehmen die Sieger des neugegründeten Iberischen Wettbewerbes "Jugend experimentiert" am Landeswettbewerb Jugend forscht in Leverkusen teil. Walter Stein schulte 1998, 1999 und 2000 die Lehrerinnen und Lehrer der 11 Deutschen Schulen der Iberischen Halbinsel in Sachen Jugend forscht. Hier stellte er auch erstmals seine Idee des Akademischen Assistenten vor.
 
Andreas Goris, selbst ehemaliger Miniforscher am St. Michael-Gymnasium, hilft als Akademischer Assistent bei der Betreuung der Miniforscher an seiner ehemaligen Schule. Weiterhin werden die Schüler von der Referendarin Andrea Frick unterstützt.
2003 Daniel Merget, Florian Merget und Robin Stein werden mit ihrer Arbeit "Ein besseres Leben für Superman" Landessieger von NRW in der Altersklasse Schüler experimentieren. Florian Kotzur und Jens Ruland werden mit ihrer patentierten Arbeit "Überholen? - Aber sicher!" in die Altersklasse Jugend forscht aufgestuft und nehmen erfolgreich am Landeswettbewerb in Leverkusen teil.
 
Auf dem Bundeswettbewerb in Ludwigshafen werden gleich zwei Gruppen des St. Michael-Gymnasiums ausgezeichnet. Binia Neuer, Benedikt Lorbach und Moritz Plötzing belegen mit ihrer Arbeit "Plasmakristalle" den 2. Platz im Fachbereich Physik. Eric Plum erhält für seine Arbeit "Pulsarforschung und Messdatenorganisation" den Preis des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die beste Arbeit im Bereich Luft- und Raumfahrt.
 
Binia Neuer, Benedikt Lorbach und Moritz Plötzing werden am 24. Juni 2003 von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin empfangen. Das Goethe-Institut dreht einen Film über die Forschertätigkeit der drei Jungforscher. Dieser Film wird in vier Sprachen übersetzt.
Die Zeitschrift "Astronomie heute" berichtet über Eric Plum als hoffnungsvollen Nachwuchswissenschaftler: Der Artikel (mit freundlicher Genehmigung von "Astronomie heute"). Des weiteren wird Eric Plum vom Bundespräsidenten Johannes Rau als Gast zur Verleihung des deutschen Zukunftspreises am 13. November nach Berlin eingeladen.
 
Walter Stein bildet diesmal in Barcelona nicht nur die Lehrer der Deutschen Schulen fort, sondern wirkt auch selbst als Preisrichter beim Iberischen Wettbewerb mit.
2004 Benedikt Lorbach, Moritz Plötzing und Meike Spiess gelang es mit schulischen Mitteln Nanoröhrchen herzustellen und nachzuweisen. Hierfür wurden sie auf dem Bundeswettbewerb in Saarbrücken als Bundessieger ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die beste interdisziplinäre Arbeit.
 
Von Bundeskanzler Gerhard Schröder wurden sie nach Berlin und zur CeBIT 2005 nach Hannover eingeladen. Zusammen mit Binia Neuer und ihrem Betreuungslehrer Walter Stein wurden die drei am 11. November von Bundespräsidenten Horst Köhler als Gäste zur Verleihung des Deutschen Zukunftspreises nach Berlin eingeladen. Zusätzlich wurden die Nanoröhrchenforscher von Radio Euskirchen als "Menschen des Jahres 2004" ausgezeichnet.
 
In der Altersgruppe "Schüler experimentieren" (bis 15 Jahre) wurden Florian Kotzur und Stefan Krumpen mit ihrer Arbeit "Mikrofluidik - Eine Reise in die Welt der kleinsten Töpfchen" Landessieger von Nordrhein-Westfalen im Fachbereich Technik. Zusätzlich wurden sie mit dem Preis für die kreativste Arbeit des Wettbewerbes ausgezeichnet und von Ministerpräsident Peer Steinbrück und Ministerin Ute Schäfer nach Düsseldorf eingeladen.
2005 Die Plasmaforscher Binia Neuer, Benedikt Lorbach und Moritz Plötzing werden vom 13. - 15. Januar von der UNESCO zu einem Gedankenaustausch ("Physics for Tomorrow") mit Nobelpreisträgern nach Paris eingeladen.
 
Bundeskanzler Gerhard Schröder empfing am 10. März 2005 die Nanoröhrchenforscher Meike Spiess, Benedikt Lorbach und Moritz Plötzing zusammen mit anderen erfolgreichen Teilnehmer des Bundeswettbewerbs Jugend forscht 2004 auf der CeBIT in Hannover.
 
Sebastian Benden wurde in der Altersklasse Schüler experimentieren mit seiner Arbeit "Organische Elektronik" Landessieger von NRW und erhielt den Sonderpreis des RWEs für die beste interdisziplinäre Arbeit.
Heiko Burau wurde mit seiner Arbeit "Physikversuche mit dem Handy" in die Altersklasse Jugend forscht aufgestuft und gewann den 3. Preis in Mathematik-Informatik bei 11 teilnehmenden Gruppen. Zusätzlich gewann er noch den Preis der Eduard-Rhein-Stiftung.
 
Florian Kotzur und Stefan Krumpen wurden für ihre Arbeit "Photonische Kristalle" auf dem Bundeswettbewerb mit dem 5. Preis in Physik ausgezeichnet (bei 18 teilnehmenden Physik-Gruppen). Von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frau Edelgard Bulmahn (Bundesministerin für Bildung und Forschung) wurden die beiden für die Zeit vom 27.08. - 01.09.05 nach Berlin eingeladen.
2006 Die Miniforscher sind wieder auf beiden Landeswettbewerben vertreten.
Sebastian Dederichs, Bastian Polaczek und Daniel Reschetow werden mit ihrer Arbeit "Lichtschutzbrille" auf dem Landeswettbewerb "Schüler experimentieren" Landessieger im Fachbereich Arbeitswelt und erhalten aus den Händen von Schulministerin Babara Sommer den Preis für die schöpferisch wertvollste Arbeit des Wettbewerbes.
 
Physiklehrer Walter Stein wird am 20. Mai 2006 in Hannover auf der von Günther Jauch moderierten Eröffnungs-Gala des IdeenParks der ThyssenKrupp AG geehrt. Er erhält den mit 5000 Euro dotierte Preis "Ideenmacher". Die Laudatio spricht der Schauspieler Armin Müller-Stahl.
 
Am 27. Mai 2006 feiern die Miniforscher mit vielen Gästen am Radioteleskop auf dem Stockert "20 Jahre Jugend forscht am St. Michael-Gymnasium". Der Festakt wird moderiert von Binia Neuer und Meike Spiess. Prof. Dr. Wolfgang Schumacher für die NRW-Stiftung, Bürgermeister Alexander Büttner für die Stadt Bad Münstereifel, Schulleiter Paul Georg Neft für das St. Michael-Gymnasium, Regionalwettbewerbsleiter Rainer Linden für Jugend forscht, Heinz-Joachim Woelky für den Förderverein Astropeiler, Tobias und Moritz Plötzing für die Miniforscher und Walter Stein für die Miniforschungsbetreuer halten die Festreden.
Zwischen den Reden begeistert Chemielehrer Reiner Kazmierczak zusammen mit den Schülern Florian Kotzur und Stefan Hück mit einer Chemieshow das Publikum. Für die musikalische Unterhaltung bis spät in die Nacht sorgt die "Blue Sun Band".
 
Im November 2006 nimmt Walter Stein, wie auch in den letzten Jahren, als Juror und Referent am Regionalwettbewerb "Jugend forscht IBERIA" in Madrid teil.
 
Am 8. Dezember 2006 wird im Max-Joseph-Saal der Münchener Residenz von der Karl Heinz Beckurts Stiftung der mit 500 Euro dotierte Lehrerpreis der Helmholtz Gemeinschaft an Miniforschungsbetreuer Walter Stein übergeben.
2007 12 Miniforschungsgruppen des St. Michael-Gymnasiums nehmen an den Regionalwettbewerben Jugend forscht in Düsseldorf und in Köln teil und werden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
 
Auf dem Landeswettbewerb Jugend forscht erhalten Stefan Hück und Andreas Bülow für ihre Arbeit "Metamaterialien" den 3. Preis im Fachbereich Physik.
Auf dem Landeswettbewerb Schüler experimentieren sind die Michaelaner gleich mit drei Arbeiten erfolgreich vertreten. Cai-Oliver Thier wird mit seiner Arbeit "Der sichere Laserpointer" Landessieger im Fachbereich Technik und erhält zusätzlich noch den Sonderpreis der Eduard-Rhein-Stiftung. Sebastian Klick und Jochen Dierichsweiler werden Landessieger im Fachbereich Mathematik/Informatik. Benedikt Broich, Hendrik Nettersheim und Philipp Wegener erkämpfen sich mit ihrer Arbeit "Flusskrebsforschung zur Wiederansiedlung in der Eifel" den 3. Preis in Biologie.
 
Walter Stein wird aufgrund seiner Jugend-forscht-Aktivitäten von Bundespräsident Horst Köhler und seiner Frau am 6. Juli 2007 zum Sommerfest in den Park von Schloss Bellevue in Berlin eingeladen.
2008 Fünftklässler Kilian Günthner wird für sein Projekt "Hochwasserschutz" nicht nur mit dem 2. Platz Technik auf Landesebene ausgezeichnet sondern gewinnt außerdem noch den mit 1500 Euro dotierten Nicolaus August Otto Sonderpreis für Innovation der Stadt Köln.
 
Auf dem Bundeswettbewerb "Jugend forscht" sind die Miniforscher diesmal mit gleich zwei Arbeiten vertreten. Heiko Burau mit seiner Arbeit "Rechenwunder Grafikkarte" erhält den 3. Preis Mathematik/Informatik. Tobias Kaufmann, Luca Banszerus und Michael Schmitz werden für die Herstellung von Graphen mit einem Bundessieg belohnt, dem von der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gestifteten 1. Preis für die originellste Arbeit.
 
Desweiteren vertreten vier ehemalige Miniforscher das St. Michael-Gymnasium auf dem IdeenPark in Stuttgart. Walter Stein und seine Miniforscher gewinnen bei Science on Stage in Berlin den mit 1000 Euro dotierten Preis der European Physical Society. Walter Stein ist als Juror und Lehrerfortbilder bei "Jugend forscht Iberia" in Bilbao tätig und nimmt an einem parlamentarischen Abend in Berlin teil. Die Graphen-Forscher treffen Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg und Bundeskanzerlin Angela Merkel, sie stellen ihre Arbeit in Berlin und Brüssel vor und werden zum Jahresende von Radio Euskirchen als "Menschen des Jahres 2008" ausgezeichnet.
 
Einen detaillierteren Überblick über die Highlights 2008 gibt es hier.
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6. Dank

Miniforschung kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Wenn die Miniforscher nie finanzielle Sorgen hatten, so ist dies in erster Linie der Verdienst des Rotary-Clubs von Euskirchen. Seit 1987 fördern die Rotarier die Arbeiten der Jungforscher. Damit die Rotarier sich über die sinnvolle Verwendung ihrer Spenden informieren können, laden die Miniforscher sie in regelmäßigen Zeitabständen ins St. Michael-Gymnasium ein. An einem solchen Abend stellen die Miniforscher den fachkundigen Rotariern in entspannter Atmosphäre ihre zahlreichen Forschungsarbeiten vor. Für ihre großzügige Unterstützung sei den Rotariern an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt. Ebenso gebührt dem Schulverein Dank, denn er fördert die Miniforscher seit 1991. Auch möchten wir uns bei den privaten Sponsoren, die hier namentlich nicht genannt werden möchten, ganz herzlich bedanken. Die RWE AG gehört seit 2006 und die Rütgers Stiftung seit 2007 zu der Gruppe der Miniforschungssponsoren. Auch für ihre großzügige Unterstützung bedanken wir uns.

Neben finanzieller Unterstützung benötigten die Miniforscher aber auch fachliche Hilfe. Deshalb möchten die Miniforscher auch allen Fachleuten danken, die sie mit Rat und Tat unterstützt haben. Insbesondere danken wir dem Institut für Halbleitertechnik der RWTH-Aachen und der AMO GmbH, dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, dem Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in Stuttgart, der Universität Paderborn, dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Bonn und dem JSC (Jülich Supercomputing Centre). Ein besonderer Dank geht auch an alle Mütter und Väter, die ihren Miniforschungskindern Mut gemacht haben und sie mit viel Wissen und Tatkraft unterstützt haben.


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