Kurzfassung

Gewässerschutz im Hinblick auf Nitratgehalt

Marion Kreins

zur Arbeit

Durch die Förderung des Biomasseanbaus im Rahmen der Energiewende kommt es zu erhöhten Stickstoffeinträgen in das Grundwasser und die Oberflächengewässer. Dennoch wird zur Realisierung der Energiewende ein verstärkter Einsatz von Biomasse unumgänglich sein, sodass durch Nitratauswaschungen ein steigender Druck auf die Gewässer zu erwarten ist. Derzeit werden die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie im Hinblick auf die Gewässerqualität, insbesondere in Regionen mit einer hohen Anzahl an Biogasanlagen, nicht erreicht. Somit ist absehbar, dass die Expansion des Biomasseanbaus die Problematik weiter verschärfen wird.

In dieser Arbeit werden verschiedene Maßnahmen untersucht, um den Stickstoffeintrag in die Gewässer zu reduzieren. Hierzu wurde im Rahmen von Gefäßversuchen die Nitratauswaschung auf 12 Versuchsflächen mit verschiedenen Kombinationen aus Nitrifikationsinhibitoren und Gelbsenf als Zwischenfrucht untersucht und bewertet. Beim alleinigen Einsatz von Nitrifikationsinhibitoren lässt sich feststellen, dass der Nitrifikationsinhibitor PIADIN® mit einer Reduzierung der Nitratverluste um 40% die höchste Wirkung zeigt. Kombiniert man allerdings die Nitrifikationsinhibitoren mit einer Zwischenfrucht, so reduzierten sich die Einträge um bis zu 97% im Vergleich zur unbehandelten Versuchsfläche.

Damit würde ein verstärkter Einsatz von Nitrifikationsinhibitoren, insbesondere in Kombination mit einem Zwischen- oder Hauptfruchtanbau, einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der Grundwasser- und Oberflächengewässerbelastung leisten.

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