Kurzfassung

Rechenwunder Grafikkarte

Heiko Burau

zur Arbeit

Wussten Sie, dass die Grafikkarte 100 Mal schneller rechnen kann, als die normale CPU? Wahrscheinlich nicht, denn in der Praxis ist das ja nicht spürbar, weil die Grafikkarte nur Grafik macht und sonst nichts. Das Ziel meines Projektes ist es, ihre enorme Rechenpower für sinnvolle Dinge zu nutzen. Die Grafikkarte hat nämlich das Potenzial, ganz neue Standards für PC-Anwendungen zu setzten. Diese Standards will ich für den Bereich der physikalischen Simulation definieren. Dazu habe ich einige interaktive Systeme entwickelt, die um Größenordnungen schneller und genauer sind, als alles was bisher auf dem PC möglich war. Als erstes entstand ein Wellensimulator für alle Art von Wellen, gefolgt von einer Strömungssimulation. Mit diesen beiden Programmen habe ich mich dann am Forschungszentrum Jülich bei Numerik-Experten vorgestellt, die meine Simulationen kritisch betrachtet haben und sehr beeindruckt waren. Mit Ihnen konnte ich mich frei austauschen und viele neue Ideen sammeln. Danach habe ich mich mit N-Body Systemen beschäftigt und schließlich eine Simulation der Quantenmechanik entwickelt. Zum Schluss habe ich mich mit dem Max-Planck Institut Bonn d.h. dem 100m-Radioteleskop Effelsberg in Verbindung gesetzt und die Magnetosphäre eines Pulsars simuliert, wodurch endlich erklärt werden kann, weshalb diese Sterne strahlen.

Miniforschung - St. Michael-Gymnasium Bad Münstereifel